Trend Nachhaltigkeit entscheidet

Während kleine Kinder auf der Straße schreien und sich so der Schulpflicht entziehen, ist bei vielen Verbrauchern längst das Thema Nachhaltigkeit angekommen. Aber auch bei den Herstellern. Umwelt und Nachhaltigkeit sind zwei Trend Themen, die momentan für geballten Umsatz sorgen. Dabei lässt sich dieses Thema auch im Bereich von Möbeln auf vielfältige Art und Weise erkennen. Nicht nur für den Möbelbedarf im eigenen Zuhause, sondern auch für Büros und Industriegebäude.

Nachhaltigkeit hat sehr viele Bedeutungen. Zunächst ist es natürlich ein starkes Marketinginstrument, das den Absatz ankurbeln soll. Auf der anderen Seite gibt es tatsächlich vielfältige Angebote, die sich als nachhaltig bezeichnen lassen. Besonders gut für die Umwelt sind dabei Firmen, die sich auf gebrauchte Möbel spezialisiert haben. Sie fördern den Gedanken der Nachhaltigkeit wie kein anderer. So gibt es sogar Anbieter für gebrauchte Designmöbel im Bürobereich. Gute Qualität, modernes Design, Nachhaltigkeit durch Wiederverwendung und attraktive Preise machen diese Möbelstücke zu einer ausgezeichneten Wahl.

Marketing der Nachhaltigkeit

Die Kinder, die freitags auf der Straße stehen, werden mittlerweile ganz bewusst von großen Firmen gefördert. Selbst Banken greifen ein. Alle haben verstanden, Klima- und Umweltschutz sind Themen, die vor allem exzellenten Umsatz bringen mit hoher Marge. Dementsprechend wird der Trend der Nachhaltigkeit noch ein wenig anhalten.
Doch wie kann das bei Möbel noch aussehen, außer Gebrauchtmöbel weiter zu verwenden? Es gibt viele Ansätze. Einige Hersteller achten auf Vollholzmöbel aus biologischem Anbau. Doch Bio ist natürlich ein schwammiger Begriff. Bio als solches gibt es natürlich nicht, lässt sich aber gut verkaufen.
Lacken, Öle und Wachse stammen aus pflanzlicher Basis, wodurch das Holz atmungsaktiv und offenporig bleiben soll. Eben sollen nur geringstmögliche Emissionen von Lösungsmitteln entstehen.

Fair kaufen als Alternative

Auch das scheint ein großes Thema zu sein. Fair kaufen, also von Herstellern, die faire Preise den Mitarbeitern bezahlen und auf Kinderarbeit verzichten. Doch Kinderarbeit, so schlimm es auch ist, gehört in vielen Ländern dazu. Nur dadurch überleben überhaupt die Familien dort. Solange man dort keine Alternativen einführt oder erzwingt, ist Fair kaufen keine wirkliche Alternative.

Plastiktüte als warnendes Zeichen

Dass es nicht immer gut ausgeht, zeigt das Ende Plastiktüte. Immer mehr Supermärkte haben diese aus ihrem Programm entfernt. Als Zeichen für den Umweltschutz. Dass die Plastiktüte aber für die Umwelt durchaus gut war, zeigt sich erst jetzt langsam.
Mit dem Wegfall der Tüte, gibt es überwiegend die Papiertüte. Diese hat gleich mehrere erhebliche Nachteile. Bei Regen ist diese immer eine schlechte Wahl. Dieser kleine, fast unbedeutende Umstand führt aber nun zu einem geänderten Nutzungsverhalten bei den Käufern. Statt zum Supermarkt zu laufen, wird nun immer häufiger der eigene PKW genutzt, selbst bei kleinen Wegen. Grund: Die Papiertüte ist keine Allwettertüte und für einen längeren aber auch kurzen Weg zu Fuß sehr unangenehm.
Hinzu kommt, dass der Verbrauch der Papiertüten höher ausfällt, als bei Plastiktüten. Die Plastiktaschen wurden mehrfach verwendet, die Papiertüten in der Regel nur einmal. Nicht zu vergessen der gesamte Aufwand, für die Herstellung.
Es zeigt sich also, dass man es mit Nachhaltigkeit durchaus übertreiben kann. Statt der Plastiktüte, haben wir nun eine Papiertasche, die mehr als das Vierfache die Umwelt belastet.

Vielleicht auch interessant ...