Holzfenster – Vor- & Nachteile

Wer saniert oder neu bauen möchte, wird sich bei den Fenstern die Frage stellen, ob Holzfenster vielleicht die bessere Alternative gegenüber Kunststofffenster sein könnten? Optisch sind sie sicherlich die bessere Wahl und verschönen das Eigenheim oder die Wohnung. Doch wie sieht es unter anderen Gesichtspunkten aus. Wir von Heimlust haben dazu einmal einen kleinen Ratgeber zum Holzfenster zusammengestellt.

Holzfenster vs. Kunststofffenster

Zunächst ist es natürlich eine reine Geschmacksache. Der eine empfindet Fenster aus Holz als optische Bereicherung, andere können sich nicht dafür begeistern. Neben der Optik geht es natürlich auch um die Gesichtspunkte der Dämmung gegen Schall und Kälte. Nur Fenster, die über eine gute Wärmedämmung verfügen, helfen so am Ende auch bei den Heizkosten zu sparen.

Doch welches Material überzeugt bei der Dämmung. Wir von Heimlust haben dazu mit einigen Experten gesprochen. Diese teilen uns dazu mit, dass die Dämmeigenschaften von Kunststoff und Holz bei einem Fenster mittlerweile vergleichbar sind.

Holz – Wärmedämmung und Lärmschutz

Ein modernes Holzfenster erstrahlt mit sehr guten Werten bei der Wärmedämmung. Der Uw Wert liegt hier bei 1,4 W/m²K bis sogar zu 0,7 W/m²K (abhängig von der Ausführung und der gewählten Holzart).

Neben der guten Wärmedämmung kann Holz aber auch die Kälteabstrahlung verhindern, wodurch es nicht zu der Bildung von Tauwasser kommt.

Interessant ist auch die Schalldämmung. Hier erreichen Holzfenster Werte bis zu Rw 39 dB. Damit lassen sich moderne Fenster mit Holzrahmen auch ideal in der Nähe von Flughäfen einsetzen.

Welches Holz sollte ich nutzen

Hier steht ebenfalls der persönliche Geschmack aber auch das eigene Budget im Vordergrund. Besonders langlebig erweisen sich Holzarten wie Eiche und Meranti, aber auch Lärche.

Lärche ist besonders häufig zu finden und überzeugt in der Witterungsbeständigkeit, Langlebigkeit und der glatten Oberfläche. Besonders beliebt ist bei Lärche das antike Charakterbild. Langfristig entsteht eine Patina, die vor Fäulnis und Pilzbefall schützt.

Meranti
Holzfenster aus Meranti sind unempfindlich, pflegeleicht und weisen eine feinporige Oberfläche auf. Merantifenster sind also sehr resistent und hart. Besonders edel wirkt die leicht rötliche Farbe.

Kiefer
Hier überzeugt die statische und mechanische Eigenschaft. Vor allem der Preis ist gegenüber anderen Holzarten günstiger.

Eichenholz
Eiche zeichnet sich durch eine extreme Härte und eine lange Lebensdauer aus. Sie wirkt besonders exklusiv und verfügt über eine feinporige Oberfläche. Nach etwa 3 Jahren entsteht eine feine Patina mit einer silbergrauen Einfärbung, die sich besonders für Fachwerkbauten eignet. Eiche wird bei Holzfenstern als höherwertiger als Lärche und Kiefer angesehen. Die Preise liegen auch hier deutlich höher.

Bei den meisten Holzfenstern raten wir von Heimlust zu einer Verbindung mit einer dezenten Aluminiumschale. Dadurch lässt sich noch einmal der Lärm- und Schallschutz erhöhen.

Die Preise

Hier steht das Kunststofffenster natürlich klar im Vorteil. Preislich ist es deutlich günstiger als ein Holzfenster. So finden sich vor allem in Mietwohnungen Kunststofffenster, um so Geld zu sparen. Bei einem Eigenheim wird fast immer auf Holzfenstern gesetzt.

Wie lange halten Holzfenster

Auch hier vergleichen wir ein Holzfenster mit einem Kunststofffenster. Beide kommen mit den Beanspruchungen des Außenbereichs gut zurecht. So weist ein modernes Kunststofffenster heute eine Langlebigkeit von 30 Jahren auf. Ein Fenster aus Holz (bei der richtigen Pflege!) dagegen sogar bis zu 40 Jahren. Allerdings kommt es häufig früher an dem Glas sowie an den Beschlägen zu kleineren Mängeln. Die Pflege bei einem Fensterrahmen aus Holz ist aber wesentlich intensiver.

Die Pflege bei Holzfenstern

Ein Kunststofffenster ist sehr pflegeleicht. Hier muss kaum etwas geschehen. Bei einem Fenster mit Holzrahmen sieht das hingegen schon anders aus. Ein Holzfenster sollte in regelmäßigen Abständen abgeschliffen werden. Danach neu geölt und lackiert werden. Verunreinigungen lassen sich ebenfalls mit einem feuchten Schwamm entfernen. Dafür ist der Werkstoff Holz natürlich edler und führt zu einem gemütlichen Ambiente in der Wohnung oder im Haus.

Alle 5 – 10 Jahre sollten Holzfenster einen neuen Anstrich erhalten.

Der Vorteil auch hier: Die Farbe kann immer wieder den eigenen Wünschen angepasst werden.

Holzfenster besser für die Umwelt

Auch das ist für viele Käufer heute ein wichtiger Aspekt. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Gleichzeitig ist Holz aber auch ein Werkstoff mit guten statischen Werten und höchster Festigkeit. Ein Kunststofffenster hingegen verbraucht bei der Herstellung etwa 7 x so viel Energie, wie bei einem Fenster mit Holzrahmen.

Wie ist das mit dem Brandschutz

Auch dieser Vergleich sollte zwischen einem Kunststofffenster und einem Holzfenster erfolgen. Holz behält in der Regel im Falle eines Brandes eine lange Festigkeit. Zunächst entsteht bei einem Feuer eine Isolierschicht. Holz brennt also weniger langsamer in die Tiefe. Temperaturen bis zu 300 Grad C. kann der Werkstoff standhalten. Die Feuerausbreitung kann durch ein Holzfenster bis zu 90 Minuten verhindert werden.
Ein Kunststofffenster hat hingegen schon Probleme ab 120 Grad C. Der Kunststoffrahmen verformt sich sehr schnell bei Hitze, die Scheiben gehen zu Bruch und das Feuer kann sich schneller ausbreiten.

Holzfenster können also wesentlich länger einen Brand eindämmen.

 

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