Handwerker Auktion – Was beachten

Wer Handwerkerleistungen im Haus oder Garten zu vergeben hat, kann mittlerweile auch diese Leistungen einfach auf Auktionen ersteigern. Das hat Vor- und Nachteile. Worauf Sie bei Handwerker Auktionen unbedingt achten sollten, haben wir einmal zusammengefasst.

Die Auktion starten …
Es gibt unterschiedliche Anbieter für die Handwerker Auktionen. Der Ablauf ist aber fast immer identisch. Sie erstellen einen Suchauftrag. Dabei geben Sie genau an, welche Leistung erbracht werden soll. Zum Beispiel das Streichen eines Raumes, neue Fliesen, ein Umzug, den Garten neu bepflanzen usw. Nähere Angaben werden dann noch zum Umfang gemacht. Nun kann der Suchende ein Zeitfenster erstellen, in dem Handwerker Gebote abgeben können. Bei einigen Handwerker Auktionen können sich die Bietenden selbst unterbieten, andere laufen autonom und jeder gibt ein Angebot nach eigener Kalkulation ab. Das Zeitfenster kann in der Regel von wenigen Tagen bis zu einem Monat gestartet werden. In dieser Zeit kommen die Angebote vorab per Email, in der ein Link zu der genauen Beschreibung führt.

Handwerker Auktion – Haben Vor- und Nachteile

Der Vorteil liegt sicherlich im Preis. Wer darauf fixiert ist, den besten Preis zu erhalten, ist bei solchen Auktionen für Handwerkerleistungen sicherlich richtig. Unsere Erfahrung lehrt uns aber, dass der Preis bei einer Handwerker Auktion nie gewertet werden darf. Wer den billigsten Angebotspreis wählt, bekommt oft auch die schlechtesten Leistungen. Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Wir raten jedoch, bei den Handwerkerleistungen genau auszuwählen. Die Sterne Bewertungen, die es bei einigen Handwerker Auktionen gibt, ist nur bedingt hilfreich. Hier ist es auf einigen Portalen recht leicht zu tricksen.

Schauen Sie sich als Verbraucher ganz genau an, welche Handwerkerleistungen in dem Preis enthalten sein sollen. Sinnvoll ist es auch, diesen Auftrag –für den Sie sich am Ende entscheiden- noch einmal im Detail schriftlich festzuhalten.

Unsere Erfahrung zeigt, dass sich mit Handwerker Auktionen wirklich Schnäppchen machen lassen, allerdings der Suchende sehr genau hinsehen muss, was und wen er bekommt!

Handwerkerleistungen von Wem?

Diese Frage stellt sich vor allem bei Handwerker Auktionen. Nicht immer steckt ein Profi hinter dem Angebot. Einige versuchen damit nur einen Nebenverdienst zu gestalten. Das muss per se nicht schlecht sein, allerdings kann so jeder auf die Suche bieten und ein entsprechendes Angebot übersenden, ohne vielleicht die nötige Qualifikation oder das Fachwissen in dem Umfang zu haben. Vor allem Handwerksbetriebe leiden sehr unter diesen Auktionsplattformen. Sie können dem Kunden nicht einfach einen billigen Preis anbieten. Sie müssen Person, Infrastruktur und alles Weitere bezahlen. Diese laufenden Kosten lassen sich nicht einfach unterbieten. Im Vorteil sind dabei natürlich die kleinen Ein-Mann-Unternehmen, die völlig ohne Infrastruktur arbeiten und so auch kleinste Preise anbieten können.

Checkliste für den Auftrag nach der Auktion

Haben Sie einen Handwerker nach der Auktion gefunden, sollte der Auftragsumfang und der vereinbarte Preis noch einmal schriftlich festgehalten werden. Bitte leisten Sie nie Anzahlungen! Generell sollten auch keine Handwerkerleistungen in bar bezahlt werden, diese können dann später nicht mehr steuerlich abgezogen werden.

Sinnvoll ist es auch den Handwerker mit einer Suche über Google und Co. zu prüfen. Geben Sie dort den Namen und die Adresse des Bietenden ein. Oft stoßen Sie so auf eine Facebook Seite oder anders. Dort können Sie sich dann über die betreffende Person weiter informieren. Generell sollte deshalb bei Handwerker Auktionen nicht vorschnell ein Gebot angenommen werden, nur weil der Preis klein erscheint.

Fernabsatzrecht gilt meistens

Wenn Handwerksleistungen im Internet geschlossen werden, gelten hierfür meistens die Regelungen des Fernabsatzgesetzes (§ 312 b ff, BGB). Aber nur dann, wenn der Handwerker das Geschäft im Rahmen seiner gewerblichen Tätigkeit abschließt, also Unternehmer ist. Diesen Fall muss der Kunde im Bedarfsfall übrigens nachweisen.

Der Vorteil bei dem Fernabsatzgesetz: Sie als Kunde können den Auftrag in der Regel innerhalb von 14 Tagen widerrufen. Es sei denn, es wurde auf beiden Seiten ein Ausschluss des Widerrufsrechts vereinbart!