Abschlagszahlung

Abschlagszahlungen bei Handwerksleistungen sind leider keine Seltenheit. Generell dürfen diese aber nach deutschem Recht nur unter engen Bedingungen dem Kunden abverlangt werden. Generell sollte beachtet werden, dass ein Handwerker nach dem geltenden Werksvertrag vorleistungspflichtig ist. Nach § 632 a BGB wird ihm jedoch das Recht eingeräumt, eine Abschlagszahlung zu verlangen. Das ist dann sinnvoll, wenn dieser Material und Arbeit über Wochen vorfinanzieren muss. Aber hier gelten enge Vorschriften.

Das ist bei Abschlagszahlungen möglich

Der Handwerker kann eine Abschlagszahlung immer nur nach der Höhe des Wertes der jeweils nachgewiesenen und vertragsmäßig erbrachten Leistungen verlangen, die letztlich dem Kunden in eine nicht mehr entziehbarer Weise zur Verfügung gestellt wurden. Dabei sind die einzelnen Leistungen in einer Auflistung zu erstellen, die durch den Kunden für die Abschlagszahlung nachgeprüft werden kann.

Die Abschlagszahlung stellt aber keine Anerkenntnis des Kunden für die Vertragsmäßigkeit da. So kann dieser bei der Abschlussrechnung auch noch Posten streichen lassen, die eigentlich durch eine Abschlagszahlung bereits bezahlt wurden.

Mängel – Teil der Abschlagszahlung verweigern
Sind wesentliche Mängel ersichtlich, kann der Kunde einen Teil des geforderten Abschlages verweigern. Als Maßstab gilt dabei das Doppelte der für die Beseitigung des Mangels erforderliche Betrag.